Der Hosting-Typ definiert das Verhalten der Website. Plesk unterstützt drei Arten von Hosting: Website-Hosting, Weiterleitung und Kein Hosting.

Website-Hosting

Mit Website-Hosting ist gemeint, dass sich eine Website physisch auf dem Server befindet.

Für den Typ Website-Hosting können Sie Folgendes angeben:

  • Dokumentenstamm. Der Speicherort, in dem alle Dateien und Unterverzeichnisse der Website aufbewahrt werden. Sie können das Standardverzeichnis httpdocs verwenden oder ein anderes Verzeichnis angeben.

  • Bevorzugte Domain. Üblicherweise ist jede Website unter zwei URLs erreichbar: mit dem Präfix „www“ (wie in www.beispiel.com) und ohne (wie in beispiel.com). Wir empfehlen, dass Sie Besucher immer an eine dieser URLs weiterleiten (üblicherweise die Version ohne „www“). Wenn Sie z.B. für die bevorzugte Domain die Version ohne „www“ angeben (beispiel.com), werden Website-Besucher immer zu dieser URL weitergeleitet, auch wenn sie www.beispiel.com in ihren Browser eingeben.

    Plesk verwendet den suchmaschinenfreundlichen HTTP-Code 301 für diese Weiterleitung. Dadurch können die Suchmaschinen-Rankings Ihrer Website (bevorzugte Domain) erhalten bleiben. Wenn Sie die Weiterleitung ausschalten, indem Sie Keine auswählen, werden beide URL-Versionen (mit und ohne „www“) von den Suchmaschinen als die URLs verschiedener Websites behandelt. Im Ergebnis werden die Rankings dann unter diesen URLs aufgeteilt.

Weiterleitung

Sie können eine oder mehrere registrierte Domainnamen auf dieselbe physische Website verweisen lassen, indem Sie die Domainnamen-Weiterleitung verwenden. Dies ermöglicht die automatische Umleitung der Besucher von der URL, die sie in einen Browser eingeben, auf eine Website mit einer anderen URL. Beispielsweise können Besucher der Website www.beispiel.com zu www.einedomain.tld weitergeleitet werden. In Plesk gibt es zwei Arten der Weiterleitung: die Standardweiterleitung und die Frame-Weiterleitung.

Standardweiterleitung

Mit der Standardweiterleitung können Benutzer, die von einer anderen URL weitergeleitet wurden, die Ziel-URL in der Adressleiste ihres Browsers sehen.

Je nachdem, wie lang Sie vorhaben die Weiterleitung zu nutzen, können Sie die Art dieser Weiterleitung auswählen: Dauerhaft verschoben (Code 301) oder Temporär verschoben (Code 302). Dies sind HTTP-Antwortcodes, die von Plesk an die Browser gesendet werden, um die Weiterleitung durchzuführen. Aus Sicht der Besucher spielt der Antwortcode keine Rolle: sie werden in beiden Fällen einfach zur Ziel-URL weitergeleitet. Für Suchmaschinen definiert der Code, wie sie die weitergeleitete Website behandeln sollen und dies wirkt sich auf das Suchmaschinen-Ranking aus.

  • Dauerhaft verschoben (Code 301).

    Verwenden Sie diese Weiterleitungsart, wenn Sie die Suchmaschinen-Rankings Ihrer Website behalten wollen, nachdem Sie sie permanent zu einer anderen Adresse verschoben haben.
    Wenn beispielsweise beispiel1.com dauerhaft zur Domain beispiel2.com verschoben wurde, werden die Rankings nicht zwischen beispiel1.com und beispiel2.com aufgeteilt – Suchmaschinen-Crawler werden sie als eine einzige Website behandeln.
  • Temporär verschoben (Code 302).

    Verwenden Sie diese Weiterleitungsart, wenn die Zieldomain nur temporär genutzt wird, z.B. wenn Sie eine neue Version Ihrer Website mit realen Besuchern testen, aber die alte Version beibehalten. Wenn Sie diese Weiterleitung für eine neu erstellte Zieldomain einrichten, wird diese Domain von Suchmaschinen nicht indexiert.

Frame-Weiterleitung

Mit der Frame-Weiterleitung zeigt die Adresszeile des Browsers weiterhin die Ursprungs-URL an, wenn Besucher auf eine andere Website weitergeleitet werden. Dadurch bemerken Besucher die Weiterleitung nicht. Dies wird Frame-Weiterleitung genannt, da die Indexseite der Ursprungswebsite einen Frame mit der Zielwebsite enthält.

Domains ohne Webhosting

Sie können den Webservice ausschalten und nur E-Mail-Services unter dieser Domain verwenden (Websites & Domains > Domainname > Hosting-Einstellungen > Link Ändern (neben dem Hosting-Typ) > Option Kein Webhosting).