Installieren von Plesk in Amazon Web Services

Verfügbare Produktkonfigurationen

Die folgenden Plesk Konfigurationen sind im AWS Marketplace verfügbar.

*Die empfohlenen Komponenten umfassen alle Komponenten für das Webhosting (inklusive Webserver, Mailserver, Datenbankserver usw.) plus die beliebtesten und am häufigsten verwendeten Funktionen.

Hinweis: Es ist geplant, bald ein Image für Plesk Onyx unter Ubuntu 16.04 hinzuzufügen.

Auswahl des Amazon-Instanztyps

Plesk bietet Amazon Machine Images (AMIs) für die folgenden EC2-Instanzen: T2 und M3 (mit einigen wenigen Ausnahmen) und M4. Dies sind Instanzen für den allgemeinen Gebrauch, die für eine Vielzahl von Hosting-Anwendungsfälle geeignet sind.

Wenn Sie eine Instanz zur Verwendung mit Plesk auswählen, achten Sie besonders auf den enthaltenen RAM. Je mehr Websites Sie hosten möchten und je mehr Traffic die gehosteten Websites generieren, umso mehr RAM benötigen Sie. Weitere Informationen zum Einschätzen, wie viel RAM Sie benötigen, finden Sie unter Systemvoraussetzungen für Plesk.

  • Wenn Sie Plesk in Amazon ausprobieren möchten, können Sie T2.micro auswählen. Es bietet ausreichende Ressourcen für Testzwecke und ist Teil des Kostenloses Kontingents für AWS.
  • Wenn Sie einige wenige Websites (1-10) mit wenig Auslastung haben, sollte T2.micro auch passend sein.
  • Für einen Server, der für das Shared-Hosting von 200-300 Websites mit wenig Traffic eingesetzt wird, sollte die Instanz T2.medium oder M3.medium verwendet werden.
  • Wenn Sie eine Instanz für Websites mit viel Traffic auswählen, analysieren Sie den Traffic der Websites sorgfältig. Für Server mit häufig aufgerufenen Websites können bis zu 1 GB RAM pro Website erforderlich sein.
  • Wenn Sie nicht sicher sich, welche Instanz Sie auswählen sollen, empfehlen wir M3.medium. Diese Instanz deckt die Anforderungen der meisten Benutzer und ist die am häufigsten genutzte Instanz für das Hosting von Plesk.

Installieren von Plesk in Amazon EC2

Um die Installation in Amazon zu vereinfachen, stehen für Plesk eine Reihe von AMIs (Amazon Machine Images) mit den am häufigsten verwendeten Konfigurationen zur Verfügung. Es ist keine wirkliche Installation erforderlich. In der Amazon-Terminologie muss der Benutzer die Instanz vom entsprechenden AMI starten. Sie finden alle verfügbaren AMIs im AWS Marketplace.

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Anleitungen zum Starten einer Instanz von einem von Plesk veröffentlichten AMI finden Sie in der Dokumentation zu AWS unter Launching an AWS Marketplace Instance (Starten einer Instanz aus dem AWS Marketplace).

Bei der Konfiguration der Instanz werden Sie aufgefordert, die folgenden Optionen zu konfigurieren:

  • Instance type (Instanztyp): Wählen Sie die Serverkonfiguration aus, die am besten Ihren Anforderungen entspricht. Weitere Informationen zu den verschiedenen Instanztypen finden Sie unter Instance Types (Instanztypen).
  • Storage space (Speicherplatz): Der Instanzen standardmäßig zugewiesene Speicherplatz ist 10 GB für Linux und 30 GB für Windows. Sie können den notwendigen Speicherplatz beim Starten einer Instanz angeben oder nach der Bereitstellung ändern.
  • Security groups (Sicherheitsgruppen): Eine Sicherheitsgruppe wird je nach den von Plesk empfohlenen Spezifikationen erstellt. Sie können eine eigene Sicherheitsgruppe erstellen und an Ihre Anforderungen anpassen. Beachten Sie, dass Anforderungen bezüglich offener Ports in Plesk vorhanden sind. Weitere Informationen finden Sie in KB 391: Welche Ports müssen geöffnet werden, damit alle Plesk Dienste mit einer Firewall funktionieren?
  • Key pairs (Schlüsselpaare): Wählen Sie ein Schlüsselpaar aus oder erstellen Sie eines, das für die Authentifizierung beim Zugriff auf die Instanz verwendet wird. Weitere Informationen und Anleitungen zum Erstellen von Schlüsselpaaren finden Sie unter Amazon EC2 Key Pairs (Schlüsselpaare in Amazon EC2).

Hinweis: Schützen Sie ihren privaten Schlüssel. Wenn Sie den privaten Schlüssel verlieren, können Sie möglicherweise nicht mehr auf Ihre Instanz zugreifen.

In der AWS Management Console können Sie den Status abrufen und Ihre Instanzen verwalten.

Konsole

Abrechnung

Ihre Instanz in Amazon wird auf Stundenbasis abgerechnet. Die Abrechnung beginnt beim Start der Instanz und endet, wenn die Instanz beendet wird. Sie können die Zahlungsweise für die Plesk Lizenz auswählen:

  • Wenn Sie die Plesk AMI Bring Your Own License (BYOL) auswählen, ist der Stundentarif für die Amazon Instanz niedriger, doch Sie müssen die Plesk Produktlizenz selbst kaufen und installieren.
  • Wenn Sie keine BYOL-AMI auswählen, sind die Kosten für die Lizenz im Stundentarif für die Instanz enthalten.

Wenn die Instanz angehalten wird, werden keine Nutzungsgebühren oder Datentransfergebühren auf Stundenbasis berechnet, doch Sie müssen dennoch für den Speicherplatz von Volumes in Amazon EBS bezahlen.

Details zu den Nutzungsgebühren von Amazon EC2 Instanzen finden Sie unter Amazon EC2 – Preise.

Zuweisen einer elastischen IP-Adresse

Bei jedem Neustart einer Instanz wird ihr dynamisch eine neue öffentliche und private IP-Adresse zugewiesen. Wenn Ihrer Instanz eine statische IP-Adresse zugewiesen werden soll, rufen Sie eine elastische IP-Adresse ab und weisen Sie sie Ihrer Instanz zu, nachdem Sie diese erstellt haben. Die elastische IP-Adresse ist Ihrem AWS Konto zugeordnet. Sie können sie also jederzeit Ihrer Instanz zuweisen.

Nachdem Sie Ihrer Instanz eine elastische IP-Adresse zugewiesen haben, muss die Instanz neu gestartet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Neustart Ihrer Instanz. Wenn Sie die Instanz nicht neu starten möchten, gibt es eine Alternative. Sie können stattdessen die folgenden Befehle ausführen:

# /etc/init.d/psa stopall
# /etc/init.d/psa start
# /etc/rc.local

Wenn Sie die IP-Adresse zuweisen oder ändern, sind keine zusätzlichen Schritte zur Konfiguration notwendig.

Hinweis: Wenn eine Instanz angehalten wird, wird die Zuweisung der elastischen IP-Adresse aufgehoben. Sie müssen die Adresse erneut zuweisen, wenn Sie die angehaltene Instanz wieder neu starten.

Weitere Informationen zur Verwendung von elastischen IP-Adressen finden Sie unter Elastische IP-Adressen. Unter Amazon EC2 – Preise finden Sie außerdem Informationen zu Gebühren für die Verwendung von elastischen IP-Adressen.

Abrufen des Plesk Administratorpassworts

Wenn Plesk in einer Amazon EC2 Instanz installiert wird, wird das Administratorpasswort automatisch generiert. Rufen Sie das generierte Passwort ab, um zum ersten Mal auf die Plesk Benutzeroberfläche zuzugreifen.

Für eine Linux-Instanz:

  1. Greifen Sie auf die Instanz zu.

    Nutzen Sie entsprechende Software, um auf die Befehlszeile der Instanz zuzugreifen.

  2. Führen Sie diesen Befehl aus.

    # sudo plesk login | grep -v ec2.internal

    Ein Link zur einmaligen Anmeldung wird generiert. Der Link kann zum Zugriff als Administrator auf Plesk verwendet werden.

Für eine Windows-Instanz:

  1. Greifen Sie auf die Instanz zu.

    Melden Sie sich über RDP als Administrator an. Rufen Sie das Administratorpasswort in Ihrer AWS Console mithilfe der Aktion Get Windows Password (Windows-Passwort abrufen) ab.

  2. Führen Sie diesen Befehl aus.

    C:\>plesk bin admin.exe --get-login-link

    Ein Link zur einmaligen Anmeldung wird generiert. Der Link kann zum Zugriff als Administrator auf Plesk verwendet werden.

Hinweis: Vergewissern Sie sich, dass Sie den Link für die externe IP verwenden.

Konfiguration nach der Installation auf einer Amazon Instanz

In einer Amazon Instanz installierten Plesk-Version kann genauso konfiguriert werden, wie Plesk auf einem anderen Servertyp. Es gilt jedoch einige Dinge zu beachten:

  • IP-Adresse: Die interne IP-Adresse wird automatisch erkannt. Wenn Sie mehrere Kunden in Plesk hosten möchten, legen Sie gemeinsam genutzt für die IP-Adresse fest.

Achtung: Registrieren Sie niemals die öffentliche IP-Adresse der Instanz in Plesk. Nur die interne IP-Adresse muss registriert werden.

  • Hostname: Es wird empfohlen, einen von Ihnen oder vom öffentlichen DNS der Amazon Instanz kontrollierten Domainnamen zu verwenden, der im Fall einer elastischen IP konstant ist.

Hinweis: Einige Spamfilter (auch das Standard-Greylisting von Plesk) stufen durch Amazon-Hostnamen automatisch generierte E-Mail als Spam ein.

Es wird empfohlen, im Server festzulegen, dass DNS-Einträge von Subdomains in einer separaten DNS-Zone für jede einzelne Subdomain übertragen werden:

Unter Linux:

# /usr/local/psa/bin/server_pref -u -subdomain-dns-zone own

Unter Windows:

C:\>"%plesk_cli%\server_pref.exe" -u -subdomain-dns-zone own

Eine detaillierte Anleitung zur Konfiguration von Plesk nach der Installation finden Sie unter Konfiguration nach der Installation eines einzelnen Servers.

 

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